Unsere Stifterin Margaretha Simeth 1897-1990

Margaretha Simeth

StifterInnen im Hintergrund

Sie haben für Lauf und auch darüber hinaus viel Gutes getan. Mit ihren Stiftungen und Zuwendungen kann heute noch vielen Menschen geholfen werden. Diese Personen sind inzwischen weitgehend unbekannt. Deswegen wollen wir Margaretha Simeth hier einmal vorstellen.

Die Beweggründe, die Margaretha Simmeth dazu führten, einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens dem Diakonieverein zu vererben, waren die gute Betreuung und Pflege, die sie erfahren hat. Bis in ihr hohes Alter wurde sie von der Diakonie betreut und konnte trotz ihrer altersbedingten Leiden ihr Leben in Würde und selbstbestimmt zu Hause führen. In Dank und Anerkennung dafür hat sie den Diakonieverein in ihrem Testament bedacht.

Margaretha Simmeth wurde am 20.4.1897 als einziges Kind der Laufer Familie Engelhard geboren. Sie ist an der  Hersbrucker Straße 23 aufgewachsen, wo die Familie eine Schmiede und eine Landwirtschaft betrieb. Verheiratet war sie mit einem Polizeihauptmeister, der 1957 verstarb, so dass sie bereits mit 60 Jahren verwitwet war. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. Sie verbrachte ihren Lebensabend in ihrem Haus an der Hersbrucker Straße 23a hinter dem alten Bauernhaus. Am 5.3.1990 ist sie im Alter von 92 Jahren verstorben.

Frau Simmeth hat der Diakonie ihr Wohnhaus mit Garten und weiteren landwirtschaftlichen Grundbesitz westlich des Kunigundenberges überlassen. Diese großherzige Zuwendung hat den Diakonieverein in die Lage versetzt, an der Hersbrucker Straße eine Diakoniestation zu errichten. Ohne die Zuwendung wäre das nicht möglich gewesen. 

Die Planung und der Bau des neuen Hauses der Diakonie auf dem ehemaligen Grundstück von Frau Simmeth erfolgten in den Jahren 1996 bis 1999. Im April 1999 konnte das Haus an der Hersbrucker Straße 23b mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden und die Diakoniestation von der Mühlgasse 11 in ihr neues Domizil umziehen. Der im Jahre 1894 gegründete Diakonieverein erhielt damit über 100 Jahre nach seiner Entstehung für seine sozialen Aufgaben eine zeitgemäße Unterbringung mit geeigneten Räumlichkeiten für die Tagespflege.

Das war eine wesentliche Voraussetzung für den Ausbau und die Weiterentwicklung der sozialen Dienste für ältere und pflegebedürftige Menschen. Heute betreut die Diakonie Unteres Pegnitztal von dieser Station aus mit ca. 80 Mitarbeitenden etwa 300 Personen in Lauf und in der Umgebung. In der Tagespflege nutzen über 30 ältere Menschen ein- oder mehrmals unter der Woche das Angebot, den Tag in familiärer Atmosphäre gemeinsam und abwechslungsreich zu gestalten.  Neben dem Haus der Diakonie konnte im früheren Wohnhaus von Margareta Simmeth eine Dienstwohnung für die Pflegedienstleitung eingerichtet werden.

Frau Simmeth hat für Lauf und darüber hinaus reichen Segen gestiftet. Ein sehr gutes Beispiel für ein gelungenes Vermächtnis. Sie wird von Menschen, die sie noch kennen, als  eine tiefgläubige, bescheidene und sehr nette Frau beschrieben. Ihr Wahlspruch war: „Wer Gott vertraut, hat nicht auf Sand gebaut“.